Einstieg · Einfach

WordPress installieren

Eine vollständige Anleitung für die erste WordPress-Website: was Sie vor dem Start brauchen, die Installation selbst in etwa fünfzehn Minuten und die zehn Dinge, die Sie gleich danach einrichten, damit die Website sicher, schnell und bereit für Inhalte ist.

7 Min. Lesezeit

Ein Laptop auf einem Schreibtisch zeigt das Dashboard einer Website, daneben liegt ein Notizbuch.

Foto: Shubham Patil, gemeinfrei (CC0)

In diesem Ratgeber

Bevor Sie anfangen

WordPress ist kostenlose Software, die auf einem Webserver läuft. Für die Installation brauchen Sie drei Dinge, und alle drei werden meist zusammen als „Webhosting“ verkauft.

  • Einen Domainnamen, zum Beispiel ihrefirma.eu. Das ist die Adresse, die Menschen eintippen.
  • Webhosting: Platz auf einem Server, auf dem eine aktuelle PHP-Version und eine MySQL- oder MariaDB-Datenbank laufen. Das bietet heute fast jedes Hosting-Paket.
  • Ein SSL-Zertifikat, damit die Adresse mit https beginnt. Gute Hoster liefern es kostenlos mit und schalten es für Sie ein.

Außerdem brauchen Sie etwa eine halbe Stunde, die Zugangsdaten zu Ihrem Hosting-Konto und eine E-Mail-Adresse, die Sie wirklich lesen: Dorthin schickt WordPress Links zum Zurücksetzen des Passworts und Warnungen.

Was Sie vor dem Start brauchen
Was Was es ist Woher Sie es bekommen
Domainname Die Adresse, die Menschen eintippen, zum Beispiel ihrefirma.eu Von einem Domain-Registrar, oft Ihrem Hosting-Anbieter
Webhosting Platz auf einem Server, auf dem PHP und eine Datenbank laufen Von einem Hosting-Anbieter
SSL-Zertifikat Sorgt dafür, dass die Adresse mit https beginnt Bei guten Hostern inklusive
Admin-E-Mail-Adresse Empfängt Passwort-Links und Warnungen Ein Postfach, das Sie täglich lesen

WordPress.org oder WordPress.com?

Das sind zwei verschiedene Dinge mit demselben Namen. WordPress.com ist ein Dienst, der eine Website für Sie hostet, mit Grenzen bei dem, was Sie installieren können. WordPress.org ist die kostenlose Software, die Sie auf Ihrem eigenen Hosting installieren, ohne solche Grenzen. In dieser Anleitung geht es um die zweite Variante, denn nur bei ihr gehört die Website ganz Ihnen.

Der schnelle Weg: der Installer Ihres Hosters

Die meisten Hosting-Anbieter haben in ihrer Verwaltungsoberfläche einen Ein-Klick-Installer. Er heißt zum Beispiel „WordPress Manager“, „Softaculous“, „Installatron“ oder einfach „WordPress installieren“. Wenn Ihr Hoster einen hat, nutzen Sie ihn: Das Ergebnis ist dasselbe wie bei einer manuellen Installation, und es dauert fünf Minuten.

  1. Melden Sie sich in der Verwaltungsoberfläche Ihres Hostings an und öffnen Sie den WordPress-Installer.
  2. Wählen Sie die Domain, unter der die Website laufen soll. Lassen Sie das Feld „Verzeichnis“ leer, außer die Website soll in einem Unterordner wie /blog liegen.
  3. Wählen Sie https als Protokoll, falls Sie gefragt werden.
  4. Geben Sie einen Namen für die Website ein. Sie können ihn später ändern.
  5. Legen Sie das Administratorkonto an: ein Benutzername, der nicht „admin“ lautet, ein langes Passwort aus einem Passwortmanager und Ihre E-Mail-Adresse.
  6. Wählen Sie die Sprache der Website.
  7. Lehnen Sie vorausgewählte zusätzliche Plugins oder Themes ab, die der Installer anbietet. Was Sie brauchen, können Sie später ergänzen, und weniger ist besser.
  8. Klicken Sie auf Installieren und warten Sie auf die Bestätigung.

Machen Sie dann weiter mit „Gleich nach der Installation“ weiter unten.

Der manuelle Weg, Schritt für Schritt

Diesen Weg gehen Sie, wenn Ihr Hoster keinen Installer hat oder wenn Sie verstehen möchten, was dabei eigentlich passiert. Er ist bei jedem Hoster gleich.

1. WordPress herunterladen

Gehen Sie auf wordpress.org/download und laden Sie die neueste Version herunter. Entpacken Sie die Datei auf Ihrem Computer. Sie erhalten einen Ordner namens „wordpress“.

2. Eine Datenbank anlegen

Öffnen Sie in der Verwaltungsoberfläche Ihres Hostings den Bereich für Datenbanken (oft „MySQL-Datenbanken“).

  1. Legen Sie eine neue Datenbank an und notieren Sie ihren Namen.
  2. Legen Sie einen Datenbankbenutzer mit einem starken Passwort an und notieren Sie beides.
  3. Geben Sie diesem Benutzer alle Rechte für die neue Datenbank.

Sie haben jetzt vier Angaben: Datenbankname, Benutzername, Passwort und Datenbankserver. Der Server heißt auf den meisten Systemen „localhost“; wenn es bei Ihnen anders ist, steht es in der Verwaltungsoberfläche.

3. Die Dateien hochladen

Verbinden Sie sich mit einem FTP-Programm wie FileZilla oder WinSCP mit Ihrem Server oder nutzen Sie den Dateimanager der Verwaltungsoberfläche. Laden Sie alles, was im Ordner „wordpress“ liegt, nicht den Ordner selbst, in das Hauptverzeichnis Ihrer Domain. Dieses Verzeichnis heißt meist public_html, htdocs oder www.

Das Hochladen dauert einige Minuten, weil es ein paar Tausend kleine Dateien sind. Wenn Ihre Verwaltungsoberfläche Dateien entpacken kann, geht es schneller, die ZIP-Datei hochzuladen und auf dem Server zu entpacken.

4. Den Installer starten

Öffnen Sie Ihre Domain im Browser. WordPress merkt, dass es noch nicht eingerichtet ist, und startet seinen Installer.

  1. Wählen Sie die Sprache.
  2. Tragen Sie die vier Datenbankangaben aus Schritt 2 ein. Lassen Sie das Tabellenpräfix, wie es ist, oder ändern Sie „wp_“ in ein eigenes, zum Beispiel „site7_“.
  3. WordPress schreibt seine Konfigurationsdatei. Gelingt das nicht, zeigt es Ihnen den Inhalt an: Legen Sie im Hauptverzeichnis eine Datei namens wp-config.php an, fügen Sie den Inhalt ein, speichern Sie und fahren Sie fort.
  4. Geben Sie den Titel der Website ein, einen Administrator-Benutzernamen, der nicht „admin“ lautet, ein langes Passwort und Ihre E-Mail-Adresse.
  5. Setzen Sie vorerst das Häkchen bei „Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren“. Sie nehmen es heraus, wenn die Website fertig ist.
  6. Klicken Sie auf „WordPress installieren“ und melden Sie sich dann unter ihredomain.eu/wp-admin an.

Gleich nach der Installation

Eine frische Installation funktioniert, aber fertig ist sie nicht. Diese zehn Schritte kosten weitere fünfzehn Minuten und ersparen Ihnen über Jahre Ärger.

  1. Prüfen Sie, ob die Adresse mit https beginnt. Unter Einstellungen > Allgemein sollten beide Adressen mit https:// anfangen. Wenn nicht, schalten Sie zuerst das SSL-Zertifikat in der Verwaltungsoberfläche Ihres Hostings ein und ändern Sie die Adressen dann.
  2. Stellen Sie die Permalinks ein. Wählen Sie unter Einstellungen > Permalinks „Beitragsname“, damit Seiten lesbare Adressen bekommen statt Nummern.
  3. Stellen Sie unter Einstellungen > Allgemein Zeitzone, Datumsformat und Sprache der Website ein.
  4. Löschen Sie, was Sie nicht nutzen werden: den Beispielbeitrag, die Beispielseite, das Plugin „Hello Dolly“ und die Themes, die Sie nicht verwenden, bis auf ein Standard-Theme als Rückfallebene.
  5. Legen Sie für das tägliche Schreiben einen zweiten Benutzer mit der Rolle Redakteur an und verwenden Sie das Administratorkonto nur für Einstellungen und Updates.
  6. Schalten Sie automatische Updates für kleinere WordPress-Versionen ein, was die Voreinstellung ist, und legen Sie fest, wer jede Woche die Plugin-Updates prüft.
  7. Richten Sie Backups ein, bevor Sie Inhalte anlegen. Ein Backup, das auf demselben Server liegt wie die Website, zählt nicht; es muss an einem anderen Ort aufbewahrt werden, und Sie sollten es einmal wiederherstellen, um zu wissen, dass es funktioniert.
  8. Stellen Sie sicher, dass E-Mails ankommen. Schicken Sie sich selbst einen Link zum Zurücksetzen des Passworts. Kommt nichts an, werden die E-Mails des Servers abgewiesen, und Sie müssen über ein echtes Postfach senden; Ihr Hoster oder Ihre Agentur kann das einrichten.
  9. Legen Sie die Seiten an, die das Gesetz verlangt: ein Impressum, eine Datenschutzerklärung und einen Cookie-Hinweis, falls die Website mehr als die notwendigen Cookies setzt.
  10. Wenn die Website fertig ist, entfernen Sie unter Einstellungen > Lesen das Häkchen bei „Suchmaschinen davon abhalten“ und melden Sie die Sitemap unter ihredomain.eu/wp-sitemap.xml bei den Suchmaschinen an.

Wenn etwas schiefgeht

„Fehler beim Aufbau einer Datenbankverbindung“

Eine der vier Datenbankangaben stimmt nicht. Öffnen Sie wp-config.php und vergleichen Sie Datenbankname, Benutzer, Passwort und Server mit dem, was Ihre Verwaltungsoberfläche anzeigt. Meist ist es ein Passwort mit Sonderzeichen, das unvollständig kopiert wurde.

Eine weiße Seite oder die Meldung „kritischer Fehler“

Meist ist die PHP-Version zu alt, oder eine benötigte PHP-Erweiterung fehlt. Stellen Sie PHP in der Verwaltungsoberfläche Ihres Hostings auf eine aktuelle Version. Bleibt die Meldung, kann der Support Ihres Hosters in einer Minute das Fehlerprotokoll lesen.

Sie sehen eine Dateiliste oder die Platzhalterseite des Hosters

Die Dateien liegen im falschen Verzeichnis, oder im Hauptverzeichnis liegt noch eine alte index.html. Verschieben Sie die WordPress-Dateien in das Hauptverzeichnis und löschen Sie die Platzhalterdatei.

Der Browser warnt, die Website sei „nicht sicher“

Das SSL-Zertifikat ist noch nicht aktiv, oder die Adresse der Website beginnt noch mit http. Aktivieren Sie das Zertifikat bei Ihrem Hoster und korrigieren Sie dann beide Adressen unter Einstellungen > Allgemein.

Der Installer kann wp-config.php nicht schreiben

Der Webserver darf nicht in das Verzeichnis schreiben. Legen Sie die Datei selbst an, wie in Schritt 4 der manuellen Installation beschrieben.

Wie es weitergeht

WordPress zu installieren ist der leichte Teil. Ob eine Website funktioniert, entscheidet alles, was danach kommt: ein Design, das zum Unternehmen passt, Seiten, die Menschen wirklich lesen, gute Ladezeiten und jemand, der sie aktuell hält und sichert. Wenn Sie das lieber abgeben möchten: Genau das tun wir jeden Tag.

Fragen, die wir oft hören

Etwa fünf Minuten mit dem Installer eines Hosters und etwa fünfzehn von Hand. Rechnen Sie weitere fünfzehn Minuten für die Einstellungen unter „Gleich nach der Installation“ dazu.

Die Software ist kostenlos. Sie bezahlen für Domain und Hosting und für Premium-Themes oder -Plugins, falls Sie sich dafür entscheiden.

Ja. Mit Werkzeugen wie Local oder XAMPP läuft WordPress auf Ihrem Computer, sodass Sie Dinge ausprobieren können, bevor etwas öffentlich ist. Diese Website später auf ein echtes Hosting umzuziehen, ist ein eigener Schritt.

Eine Version, die noch Sicherheitsupdates erhält. Zum Zeitpunkt des Schreibens empfiehlt WordPress PHP 8.3 oder neuer; die aktuelle Empfehlung steht immer unter Werkzeuge > Website-Zustand.

Nein. Alles in dieser Anleitung erledigen Sie im Browser und in einem Programm zur Dateiübertragung. Code wird erst wichtig, wenn Sie etwas möchten, das kein vorhandenes Theme oder Plugin kann.

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